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Jean Lehmann (1885 - 1969), Silvaplanersee, um 1920



Beschreibung

Öl auf Leinwand, unten links monogrammiert Jlls (für: Jean Lehmann Luzern St. Moritz), gerahmt.
80 x 100 cm

Jean Lehmann, 12 Mai 1885 Dagmersellen–23. Februar 1969 Zürich
Nach der Lehre im Hotelfach, einer kaufmännischen Ausbildung und dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Luzern, reiste Lehmann 1907 für ein Jahr nach Venedig um an der Academia dell’Arte zu studieren. Nach Arbeitsjahren als Museumsführer in Luzern, reiste er wiederum für ein Studienjahr ins Ausland, nach München an die Akademie der Künste.
Der in der Zwischenzeit verheiratete Künstler lebte und arbeitet von 1912–1922 in St. Moritz. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Gemälde, Aquarelle und Tourismus Plakate hauptsächlich mit Landschaftsmotiven aus dem Oberengadin. Im Winter war er zudem als Eiskunstlauflehrer tätig.
Seinen ersten grossen Erfolg konnte er mit seinem Diorama (St. Moritz im Winter), das er 1914 für die Landesausstellung in Bern malen durfte, verzeichnen.
1922 übersiedelte er mit seiner Familie nach München resp. Dachau, wo er bis 1936 in einer äusserst fruchtbaren Schaffensperiode unzählige Werke malte. Er stellte u. a. in den Ausstellungen der Dachauer Künstlervereinigung, der Münchner Sezession und des Münchner Glaspalastes aus.
Im Jahre 1936 - wohl in Vorausahnung des kommenden Unheils - zog er mit seiner Familie zurück in die Schweiz. Fortan lebte die Familie in Zürich.
Jean Lehmann war viel unterwegs, auf zahlreichen Reisen nach Italien, Frankreich und in der Schweiz, auch das Oberengadin besuchte er immer wieder, entstanden wiederum unzählige Aquarell, Pastelle und Ölgemälde.
Die Werke seiner späteren Schaffensperiode signierte er stets mit JLLS - Jean Lehmann, Luzern, St. Moritz.
Auch in der Schweiz wurden seine Werke an vielen Ausstellungen zusammen mit Künstlern wie: Augusto und Giovanni Giacometti, Cuno Amiet, Ferdinand Hodler, Edouard Vallet, Carl. V. Salis, Gottardo Segantini, Max Alioth, P.R. Berri, Ant. Christoffel, Felix Vallotton und anderen gezeigt.


bisherige Gebote