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Kerbhölzer/Hauszeichen, Umgebung Flims/datiert 1745, 1746, 1781, 1803 und undatiert wohl 18. Jh.



Beschreibung

Erlen und andere Harthölzer, gedrechselte Hölzer mit zum Teil durchbrochenen Zierenden, gekerbte Bandornamente, Rosetten, Jahreszahlen und Hauszeichen, zur Anbringung der Marken/Hauszeichen/Urkunden am oberen Ende mit einer Schnur zu befestigen, Gebrauchsspuren, absolut rar.
DM ca. 35mm, Längen: 13 - 20 cm

Hauszeichen, Bauernmarken

"Es gab eine Zeit, in welcher nur einzelne Wenige des Lesens und Schreibens kundig waren. Aber dennoch hatte der Bürger das Bedürfnis, im Verkehr mit den Gemeindegenossen über Recht und Pflichten, insbesondere beim Allmendwesen, durch Urkunden aufgeklärt zu sein. Aus dieser Zeit stammen die Hauszeichen, die Bauernmarken. Das Hauszeichen ist das Merkzeichen für ein Familienoberhaupt, ein Zeichen, das den Namen ersetzt…… In den Berggemeinden der Alpen hatte ehedem jeder Bürger, der einen eigenen Hausstand führte, ein solches Hauszeichen. Diese Zeichen wurden öfters, in Hölzchen eingeschnitten als Ausweis in der Gemeindelade verwahrt." (Dr. F. G. Stebler)

Literatur: Dr. Max Gmür; Schweizerische Bauernmarken und Holzurkunden
F. G. Stebler; Die Hauszeichen und Tesslen der Schweiz


bisherige Gebote