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Truhe, Vals/Graubünden, dendrochronologisch datiert auf 1478



Beschreibung

Fichtenholz, Typus der Kastentruhe mit seitlichen Wangen vom Boden abgesetzt, diese unten halbrund und in einen Spitz laufend ausgesetzt, der Korpus ist zusammengenagelt, die hölzernen Nägeln mit vorstehenden Zierköpfen (zum Teil ergänzt), die Front flach mit der Vertiefung eines eingelassenen Flach oder Napfschlosses, der Deckel ringsum vorstehend mit seitlich fest fixiertem Teil worin die Holzzapfen des eigentlichen Deckels laufen, ein hölzernen auf der Vorderkante eingelassener Griff erleichtert das Öffnen des Deckels, innen ist der Korpus mit drei Scheidewänden unterteilt, diese sind in Front und Rückseite eingenutet, die Truhe ist insgesamt in sehr gutem Zustand mit erster Patina und von „kräftiger Statur“ – dick im Holz, des Alters und der sehr guten Erhaltung wegen darf diese als absolute Rarität bezeichnet werden.
150 x 46 x 57 cm


Futtertrog - Futtertruhe - Korntruhen

In diesen Vorratsbehältnissen wurde vor allem Futter für Mensch und Tier aufbewahrt. In den eher kleineren Truhen finden sich Lebensmittel wie Dörrobst, Bohnen, Mehl oder auch Käse usw. Die grösseren Truhe waren meist mit verschiedenen Getreidesorten gefüllt.
Die Ausführung/Konstruktion eher von schlichter Art ohne irgendwelche zusätzliche Zierelementen wie gekerbten Ornamenten oder gar Intarsia. Hingegen finden sich nicht selten mit Brandstempel punzierte Besitzerintialen oder gekerbte Hauszeichen am Korpus, manchmal auch eingeschnitzte Jahreszahlen. Diese entsprechen aber nicht immer dem Herstellungsjahr der Truhe, manchmal bezeichnen diese auch besondere Ereignisse.


bisherige Gebote