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Renaissance Truhe, Engadin, 1684



Beschreibung

Typus der Sockeltruhe, Arvenholz mit Intarsien in Lärche und Nussbaum, der Sockel unten geschweift ausgesägt und mit drei Füllungen, diese eingerahmt von schwarz gefärbten Rumpelleisten, in den Füllungen Intarsien mit allegorischen Fabelwesen, dazwischen die aufrechten Friese mit floralen Ornamenten, die Front des Truhenkorpus architektonisch gegliedert mit unten vier Arkadenbögen mit darin eingelegten floralen Ornamenten (stilisierte Lebensbäume), darüber geometrische Muster sowie die Jahreszahl 1684 und die Initialen IIS, über den Bögen zwei rechteckige Füllungen, darin wiederum intarsiert mittig zwei gegenständige steigende Löwen den Lebensbaum beschützend, zudem flankiert von zwei Einhörnern, die Seiten mit mittig je einem eisernen Koffergriff, der Deckel kassettiert mit aufgedoppelten Profilleisten, die Frontleiste zudem mit Bandornament, innen links mit Beilade und Deckelstütze, eiserne Langbänder und einem offenen Zangenschloss mit gravierter Platte, original Schlüssel vorhanden, absolut rare Renaissance Truhe in hervorragendem Zustand.
170 x 66 x 98 cm

Provenienz: Altbesitz Engadiner Familie

Literatur: Kostbarkeiten aus den Sammlungen des Rätischen Museum in Chur; Seite 196 ein beinahe identische Sockeltruhe mit Datierung 1679
Ettlin/Suter-Faustinelli, Das Mobiliar im Engadiner Haus

Literatur: Das Rätische Museum, ein Spiegel von Bündens Kultur und Geschichte.
Ettlin/Suter-Faustinelli; Das Mobiliar im Engadiner Haus


bisherige Gebote