Mili Weber (1891-1978), LICHTGESTALT UND KINDER

Oel auf Leinwand, unten rechts monogrammiert, gerahmt.
65 x 120 cm

Einordnung des Gemäldes "LICHTGESTALT UND KINDER", durch Tina Tesfaye, ehemalige Kuratorin Mili Weber Haus.

Schon sehr früh hat Mili Weber in ihrer Malerei ihren eigenen Stil zur Reife gebracht. In den folgenden Jahrzehnten hat
sie immer in diesem Stil gemalt. Die zwei Bilder gehören in die “Spätphase” ihres “Reifen Stils”.
In diesen Bildern kommen die grosse Verbundenheit zur Natur und die Liebe zu den Tieren die Mili hatte, zum Ausdruck.

LICHTGESTALT UND KINDER
Die zentrale Figur ist eine Lichtgestalt, die in den Bildern von Mili häufig vorkommt. Vor ihr sitzt ein Vogel auf einem Halm, es ist ein Kleiber. Diese Gestalt wird bestaunt von vielen verschiedenen Pilzkindern, zwei Hagebutten Kindern, drei Vögeln und einem Eichhörnchen.
Licht spielt eine zentrale Rolle in Mili Webers Werk. Es kommt vor als “Sonnenkuss”, Jäger Sonnenstrahl, leuchtende Knospen und Blumen, Weg zum Licht und bedeutet Wärme, Rettung, Befreiung und Erlösung. (Tina Tesfaye)



Mili Weber, * 1.3.1891 Biel, † 11.7.1978 St.Moritz

Mili Weber wuchs im Kreise einer künstlerisch vielseitig begabten Familie auf. Früh schon zeigte sich ihr Talent zum Zeichnen und Malen, das besonders von ihrer Halbschwester Anna Haller, einer bekannten Blumenmalerin, gefördert wurde. 1914 studierte Mili Weber während einiger Monate bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges an der Knirr-Schule in München. Wenige Jahre später zog die Familie Weber auf Initiative des renommierten Bündner Architekten Nicolaus Hartmann nach St. Moritz. Mili Weber lebte dort in ihrem kleinen Haus am Waldrand ein stilles und bescheidenes Dasein. Rehe und Hirsche, Eichhörnchen und Vögel waren ihre vertrauten Gefährten. Das Talent der Künstlerin manifestierte sich zunächst in Portraits und Blumenbildern. Immer mehr aber wandte sie sich dem, was sie „Blumenseelchen“ nannte, zu – Blumen als Kindergestalten. Kinder als Blumen gestaltet. Mit diesen phantasievollen Figuren entwickelte sie vorwiegend Bildgeschichten. In der Zwischenkriegszeit erschienen zahlreiche Postkartenserien, Pro Juventute-Karten, Buchillustrationen, weitere Arbeiten der angewandten Grafik und 1973-1976 drei Bildergeschichten in Buchform. In dieser Zeit wurde die Mili Weber-Stiftung gegründet mit dem Zweck, das Haus der Künstlerin mit den Innenausmalungen und dem umfangreichen Nachlass zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bibliografie: Das Oberengadin in der Malerei 100 Jahre

https://www.miliweber.ch/

CHF 22'000.–

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