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Kienspanhalter, Graubünden, 17. Jh.

Hartholz und Schmiedeeisen, der archaische dreibeinige Sockel ist direkt aus dem Baum gehauen - zwei Aststummel und ein Stück des Stammes, der hölzerne Schaft ist im Sockel fixiert, der Halter ist mittels einer Tülle darübergestülpt, Klemmvorrichtung mit Federhalterung.
29 x 43 x 70 cm


Kienspanhalter - die Ständerlampe vergangener Zeit
Im Gegensatz zum aufwändig herzustellenden und somit teuren Öl oder Wachs war Kienholz um jedes Haus zu finden. So waren die Kienspanhalter und die Talglampe im einfachen bäuerlichen Haushalt die einzigen verfügbaren Lichtquellen.
Kiefern- oder Lärchenholz mit übermässigen Harzeinschlüssen wird "kienig" genannt. Kienholz entsteht durch Druckstellen (Hanglage des Baumes) oder eine äussere Verletzung der Baumrinde. Der Baum produziert, um die Wunde zu schliessen, mehr Harz. Das Harz wird zur Wunde transportiert und lagert sich dort ab. Nach einer gewissen Zeit verhärtet das Harz, wird kristallin, das Holz verkient. Das nun verkiente Holz brennt in dünne Späne/Splitter gespalten hervorragend.

CHF 1'280.–

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