Chadafö - Küche

Die Küche nahm im Engadinerhaus mehrere wichtige Funktionen ein. Die romanische Bezeichnung Cha-da-fö (Feuerhaus) verweist auf den Ort, wo ein offenes Feuer entfacht wurde. Dieses diente zum Kochen und Heizen, aber auch zur Konservierung von Fleisch: im Rauch über dem Feuer hingen an Speckhacken und Ketten Fleisch und Würste. Der Rauch machte das Fleisch haltbar und dieses mundete so würziger und besser. Die Küche diente in erster Linie für die Zubereitung der Mahlzeiten. Nicht minder wichtig im kalten Engadin war sie auch der Ort, von dem der Ofen eingeheizt wurde, der in der angrenzenden Stube stand.
Für Mobiliar blieb in der etwa 10 m2 messenden Küche wenig Platz. Ein halbhoher Schrank diente zur Unterbringung von Koch- und Essgeschirr und Kochutensilien. In manchen Küchen war zusätzlich ein Kästchen direkt in einer Mauernische eingelassen. Ein einfacher Tisch mit Schublade diente als Arbeitsfläche und als Essecke für einfache Mahlzeiten. Die Möbel trugen durch Rauch, Dampf und stetige Beanspruchung eine kräftige Russpatina und entsprechende Gebrauchsspuren.

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