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Giuliano Pedretti (1924-2012), "Figurine", 1982

Bronzeguss patiniert, im Sockel signiert und nummeriert: "G. Pedretti, 3/5", sowie Giessereimarke.
Höhe 53 cm

Die Eindimensionalität (1980–1985)
Die flachen „eindimensionalen“ Figuren entwickelt Pedretti aus der Zeichnung. Aus einer langen Reihe von Figurenzeichnungen, die der Künstler mit der Schere ausschneidet und auf Glas montiert, entwickelt er die „autonome“ Zeichnung, die nicht an der Wand hängt, sondern wie eine Skulptur im Raum steht. Als Bildhauer versucht er, sie plastisch umzusetzen. Es gelingt ihm – dank einer Glasscheibe. Sie dient Pedretti als Armatur und erlaubt ihm, die Figuren auf die Glasscheibe aufzumodellieren, mit Gips abzugiessen und als armiertes Postitiv frei im Raum aufzustellen. Die Wirkung ist frappierend. Die positive Materie bildet die Lichtbahnen, die negative (die Löcher) die Schatten. Mit Hilfe der Glasscheibe als Armatur kann Pedretti fortan so leicht modellieren wie zeichnen: ohne jeglichen Widerstand. (Ulrich Suter: Giuliano Pedretti, Seite 109)

Literatur: Ulrich Suter: Giuliano Pedretti, Seite 115 Vergleichsstück: "Hunger"

CHF 6'000/8'000


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