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Kammtasche, Engadin, 18. Jh.

Arvenholz mit partiell Resten einer rötlichen Färbung, längliches Behältnis mit zwei Fächern, das Grundbrett geschweift ausgeschnitten und im Halbrelief beschnitzt – eine Folge von Blattornamenten, die beiden Fächer je aus einem Block geschnitzt, die Oberfläche ebenfalls mit Tulpen-Motiv dekoriert, die Kammtaschen (Romanisch: la petnera) hingen meist in der Stube zwischen Buffet und Türe und dienten als „Sammelbecken“ für allerlei Utensilien wie Kämme, Schreibzeug, Notizen usw., Kammtaschen in Holz sind eher selten und in dieser Qualität eine absolute Seltenheit, museales Objekt der Engadiner Volkskunst.
48 x 20 x 4.5 cm

Literatur:
Das Mobiliar im Engadinerhaus, Ettlin/Suter-Faustinelli
Die Engadiner Stube, Bettina Campell
Das Rätische Museum, ein Spiegel von Bündens Kultur und Geschichte, Stiftung Rätisches Museum, Hans Erb, Seite 360

Verkauft für CHF 1'800 (exkl. Aufgeld)

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