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Anne Loch (1946 - 2014), ohne Titel, 1998

Acryl und Lack auf Leinwand, dreifach auf der herumgezogenen Leinwand signiert und datiert: "Loch 98 Nr. 704"
220 x 180 cm

Provenienz: Bündner Privatbesitz

Ausstellungstätigkeit, ausführliche Biografie: www.anne-loch.net und Bündner Kunstmuseum Chur: Anne Loch, Künstliche Paradiese (Scheidegger & Spiess 2017)

Lexika: Sikart, european-art.net
Literatur: Bündner Kunstmuseum Chur; Anne Loch Künstliche Paradiese (2017), Seiten 96-98



Anne Loch 11.12.1946 Minden (D) - 4.4.2014 Promontogno, Bergell
"Die deutsche Künstlerin Anne Loch (1946 - 2014) hat in den 1980er Jahren viel Beachtung als Malerin von grossformatigen Landschaften und Blumenbildern gefunden. Ihre Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und breit besprochen. 1988 zog sie sich aus dem Kunstbetrieb zurück und übersiedelte für mehrere Jahre in die Schweiz, nach Graubünden, wo sie in der Bergwelt eine neue Wahlheimat fand. Im Stillen schuf Anne Loch in der Folge ein umfangreiches Werk, das sich weiterhin mit Bildern der Natur in ihrer ganzen zerbrechlichen Schönheit auseinandersetzte. 2002 kehrte sie nach Deutschland zurück, ohne erneut in den Ausstellungsbetrieb einzusteigen. Sie scheint ganz für die Kunst und in der Kunst gelebt zu haben. Sie hat nicht nur gemalt, sondern auch viel geschrieben und ein immenses Werk geschaffen, das kaum jemand zu Gesicht bekam. Nach der Diagnose einer schweren Krebserkrankung zog sie 2013 erneut nach Graubünden und starb ein Jahr später im Bergell."
(Stephan Kunz; Anne Loch Künstliche Paradiese. Ausstellung im Bündner Kunstmuseum 25. Febr. - 7. Mai 2017)

Stephan Kunz im Gespräch mit Albrecht Schnider (Auszug aus Anne Loch Künstliche Paradiese)
Stephan Kunz:" Die Ornamentik in dieser Form manifestiert sich erst, als Anne Loch in Graubünden ist. Hier kommt sie damit vielleicht auch stärker in Verbindung."
Albrecht Schnider:"…..Vielleicht war für die eben erwähnten Bilder von Anne Loch tatsächlich auch der Schritt ins Bündnerland nötig. Da entsteht auf einer anderen Ebene wieder ein spannungsreiches Verhältnis zwischen der sogenannten zeitgenössischen hohen Kunst und dem Folkloristischen. Das ist vielleicht auch eine Sehnsucht. Das hat ein Fluchtmoment in sich."

CHF 30'000/40'000

Verkauft im Nachverkauf

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