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Ferdinand Hodler (1853-1918), Der Holzfäller (Nr. 8), 1908/13

Lithographie Nr. 8, unten rechts handschriftlich signiert: Ferd. Hodler und im Stein monogrammiert F.H., verso auf dem Karton handschriftliche Notiz: "Holzfäller von Hodler, Lithographie Nr. 8 (8. Abzug), Geschenk des Künstlers i.m. 17.III.1915", minime Flecken.

59.3 x 40 cm

Der Holzfäller

Im April 1908 beauftragt die Schweizer Nationalbank Ferdinand Hodler mit der Illustration der neuen 50- und 100-Frankenscheinen. Das Motiv sollte in Bezug zur Landarbeit stehen. Für die 50-Frankenscheine entscheidet sich der Künstler für das Motiv des Holzfällers. Bei Ausgabe der Scheine stellt Hodler zu seinem Bedauern fest, dass der verkleinerte Maßstab die Ausdruckkraft der Figur abschwächt. Außerdem verfälschen realistische Verzierungen die gespenstische Landschaft des Bildes, die mit der expressionistisch anmutenden Figur harmoniert.

Glücklicherweise endet die Geschichte des Holzfällers nicht mit dieser enttäuschenden Reproduktion. 1910 stellt Hodler eine überlebensgroße Version des Werks aus. Der Erfolg lässt nicht auf sich warten, man gibt sogleich Repliken bei ihm in Auftrag. (Musée d' Orsay)

Verkauft für CHF 900 (exkl. Aufgeld)

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